Nicht ohne meinen Sohn

Emil und Anatol

2017

20.08.2017

Aktueller Stand

Sohn und Vater sind weiterhin nur schwer füreinander erreichbar. Anatol bemüht sich inner- und außerhalb der Ukraine um Hilfe und Verbündete. Es ist ein extrem auszehrender und teurer Kampf für Emils Zukunft - und gegen die Mühlen eines maroden Staatsapparates.

Seit der Maidan-Revolution hat sich dort wenig am sowjetisch geprägten System von Rechtsverachtung und Gesetzlosigkeit geändert. Reformen finden nur an der Oberfläche statt. Vor allem erweist sich die stockkorrupte und selbstherrliche Justiz als unreformierbar.

Es bleibt das große Bangen und Hoffen - inmitten von Dauerkrise, Stagnation und Krieg ...

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Für Spenden zugunsten von Emils Heimkehr und Behandlung:

SOS Kindesentführung e.V., Wilmersdorfer Str. 165, 10585 Berlin info@sos-childabduction.eu / www.sos-childabduction.eu

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Spendenquittungen werden auf Wunsch ausgestellt.

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24.07.2017

Amtliche Krokodilstränen

Angesichts gehäufter massiver Untätigkeitsbeschwerden deutscher HKÜ-Eltern gegen seine Behörde nimmt BfJ-Präsident Friehe persönlich Stellung. Er beteuert, das BfJ-Engagement für Kindesrückführungen werde nicht ausreichend gewürdigt. Beispielhaft belegen soll dieses - ausgerechnet - der enorme Umfang von Emils (zensierter) HKÜ-Akte . Tatsächlich jedoch sind deren 2700 Seiten Ausdruck des totalen deutschen Behörden- und Staatsversagens.

Vier Fünftel der Akte bilden Anatols (stets wiederkehrenden und ignorierten) Eingaben, Hilfsgesuche und Beschwerden - samt Nachweisen für Emils traurigen Zustand und für HKÜ-Boykott und Menschenrechtsverletzungen der Ukraine. Der geringe BfJ-Beitrag zur Akte spiegelt nutzlose Selbstbeschäftigung sowie Ausweich-, Abwehr- und Vertuschungsmanöver der beteiligten Funktionäre wider. Den Rest erledigt die amtliche Zensur.

Im direkten Vergleich liefern die Akten der aus München entführten Kinder Emil, Sabina und Ishaq das gleiche Bild: von Nichtstun, Gleichgültigkeit und völliger Entschleunigung im BfJ.

Täuschung, Manipulation und Schönfärberei von höchster Stelle gehen also unvermindert weiter. Wohlergehen und Zukunft der entführten Kinder: keiner amtlichen Erwähnung wert !

 

10.07.2017

Vierter Jahrestag der Entführung

Emils Entführung jährt sich zum vierten Mal. Das Kind wächst in ärmlichen Verhältnissen praktisch als Halbwaise auf und bleibt isoliert und eingesperrt, unterentwickelt und unterversorgt, ohne Förderung und Lebensperspektive. Nicht einmal seine Monatsalimente werden von der Entführerfamilie abgerufen. Auch bleibt seine hochwertige deutsche Privat-Krankenversicherung mit Auslandsschutz ungenutzt.

Noch immer setzt das Geberland Deutschland keinen Anreiz zur Änderung der ukrainischen Kindesentführungs- und Kindesentzugs-Politik. Folgerichtig behindern Sowjetjustiz und -verwaltung in Kiew jeden von Anatols Versuchen, die Mauer um seinen geliebten Sohn durchlässig zu machen. Auf seiner mittlerweile 42. entführungsbedingten Ukraine-Reise ist selbst die Übergabe von Emils Geburtstagsgeschenken nicht möglich.

Wohlmeinende Polizeibeamte haben Anatol unverblümt über die ukrainische Behördenpraxis aufgeklärt:

  • Als Ausländer steht er in familiären Konflikten auf derselben Stufe wie ein illegaler Einwanderer aus Schwarzafrika.
  • Es zählen nur die (selbstsüchtigen) Mutter-Interessen, während Kindeswohl und Vaterrechte konsequent ausgeblendet werden. Das bedeutet: Ausländische Väter werden nach Herkunft und Geschlecht massiv diskriminiert !

Emils trauriges Schicksal - verschärft durch solche gesellschaftliche Voreingenommenheit - ist stellvertretend für das vieler ins Ausland entführter Kinder. Ihre Zahl wächst rasant, und die deutsche Politik schließt davor die Augen. Diese Ignoranz steht für die Kinderfeindlichkeit in der deutschen Gesellschaft - mit ihrem immer öfter kinderlosen Führungspersonal.

 

08.07.2017

Arroganz der Macht - auf Bürgerkosten

In Direktübertragung verfolgt die Welt beim G20-Gipfeltreffen in Hamburg, in welche anarchischen Zustände Deutschland dank Volksferne, Arroganz und Selbstgefälligkeit seiner Politklasse abgleitet.

Die deutsche Boulevardzeitung "BILD" zeigt in einem Video mit schnellen Schnitten den hochgesicherten Politiker-Kokon in der Elbphilharmonie neben dem brennenden Schanzenviertel. Der Staat hat sich und sein Gewaltmonopol abgemeldet: Gewalttäter, Brandstifter und Plünderer beherrschen den öffentlichen Raum.

"BILD"-Video --> https://youtu.be//HbqZ1f4r8gU

Was staatlich geförderte Kindesentführung ins Ausland und G20-Straßenterror gemeinsam haben:

  • Die betroffenen Bürger stehen allein im Feuer. Schwere Straftaten gegen sie werden hingenommen und geduldet. Diese sind absehbar und mutwillig herbeigeführt durch falsche Signale des Staates an die Rechtsbrecher. Der Staat füllt seine Schutzfunktion auf Grundlage von Gesetzen und Verträgen nicht mehr aus und nimmt Schädigung und Entrechtung des Bürgers billigend in Kauf.
  • Keiner der hochgestellten und hochbezahlten Politiker und Funktionäre übernimmt Verantwortung für das Systemversagen. Ihr nachfolgendes Verdrängen, Vertuschen und Verharmlosen ermuntert die Rechtsbrecher, ungeniert weiterzumachen wie bisher.
  • Staatliche Einrichtungen und Ressourcen dienen mit absolutem Vorrang Komfort und Sicherheit der Regierenden. Der Schutz- und Fürsorgeanspruch des Bürgers hat sich dem unterzuordnen.

Mit den gleichen Verhaltensmustern hat es die rücksichts- und verantwortungslose Regierungspolitik ermöglicht, daß sich in Deutschland Scharen von Kriminellen und Terroristen aus aller Welt ungehindert ausbreiten und entfalten: Kaum noch ein Tag vergeht ohne Messerattacken, Schießereien, Vergewaltigungen und andere brutale Gewalttaten mit Migrationshintergrund. Den Preis dafür zahlen schutzlose Bürger mit ihrem Leben und ihrer Gesundheit.

 

03.07.2017

Diskriminierung armer HKÜ-Eltern - Spendenaufruf

Als Frucht der behördlich unerwünschten Vernetzung deutscher HKÜ-Eltern startet SOS Kindesentführung e.V. einen öffentlichen Spendenaufruf für die Rückführung des Münchener Jungen Ishaq O. Er wird seit 2016 von seinem Vater in Marokko versteckt und isoliert.

Die deutschen Behörden schauen wie gewohnt gleichgültig und tatenlos weg - wohingegen Partnerländer wie Spanien und Italien mit politischem Druck HKÜ-konforme Kindesrückführungen aus Marokko durchsetzen.

Die finanziellen und sozialen Verhältnisse von Ishaqs Mutter, die noch zwei weitere Kleinkinder zu versorgen hat, werden von den Kosten und Mühen ihres einsamen Kampfes gesprengt.

Die deutsche HKÜ-Praxis nimmt gerade armen, schwachen und überlasteten Eltern jede Chance zur Rückholung ihrer entführten Kinder. Staatspflichten werden einfach auf sie abgewälzt - was sie in nicht durchzuhaltende Vollzeit-Tätigkeiten zwingt und sie im Ausland schutzlos aussetzt. Derweil füllen sich die Taschen der pflichtverletzenden und korrupten Amtsträger mit reichlich Steuergeld - wofür auch die notleidenden HKÜ-Väter und -Mütter im Lande aufzukommen haben.

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Für Spenden zugunsten von Ishaqs Heimkehr:

SOS Kindesentführung e.V., Wilmersdorfer Str. 165, 10585 Berlin

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14.06.2017

Selbstbedienung statt Dienst am Bürger

Ein beispielloser Eklat in Deutschlands Bundespräsidialamt schlägt Wellen: Der Personalrat tritt zurück, nachdem der neue Präsident Steinmeier und sein Amtsleiter Steinlein im Handstreich - ohne Ausschreibung und gegen die Mibestimmungsregeln - zahlreiche hochdotierte Amtsposten mit ihren Gefolgsleuten und Parteigenossen besetzt haben.

Beide haben zuvor jahrelang an der Spitze des Auswärtigen Amtes gestanden und personifizieren die HKÜ-Verleugnung und Kindespreisgabe-Politik, die dort herrschen. Auf zahlreiche Eingaben und Petitionen haben sie niemals reagiert - weder in Emils noch in den anderen Entführungsfällen.

Selbstversorgung, Vetternwirtschaft und selbstherrliche Machtausübung stehen in der Welt dieser entrückten Funktionäre an weitaus höherer Stelle als der ehrliche Dienst am Bürger, dem zahlenden Kunden. Der (absehbar folgenlose) Vorgang zeigt: Der deutsche Staat sinkt schrittweise auf Dritte-Welt-Niveau ab - gekapert von selbstsüchtigen, rechtsvergessenen Partei- und Karrierebonzen, die den Bezug zum Volk, seinen Grundwerten und seinem Schutzbedürfnis verloren haben.

 

09.05.2017

"REPORT Mainz" - Brisante politische Enthüllungen

Im Politmagazin "Report Mainz" des Ersten Deutschen Fernsehens (ARD) beleuchtet die bekannte Enthüllungsjournalistin Anthes erstmals die markanten politischen Aspekte von Emils und Sabinas Entführungstragödien. Höchstamtlich und vor laufender Kamera räumt der stellvertretende ukrainische Justizminister Petukhow ein: Aus Deutschland sind bisher 33 Rückführungsanträge eingegangen, und trotzdem ist kein einziges entführtes deutsches Kind zurückgegeben worden. Also: Rückführungsquote null !

Außerdem:

  • Beide Kindesväter erhalten praktisch keinerlei behördliche Hilfe und bleiben wie Staatenlose sich selbst überlassen. Die deutsche Botschaft in Kiew weist Sabinas Vater ebenfalls vor laufender Kamera ab und ist zu keiner Stellungnahme bereit.
  • Der ukrainische Bürgerrechtler und Anwalt Pronin charakterisiert den vorliegenden Völkerrechtsbruch als "absolute Standardsituation".
  • Der deutsche Fachanwalt Weisker erinnert an HKÜ-Aktenzensur und beschränkten Informationszugang "in Rücksichtnahme auf internationale Beziehungen". Beides steht für Pflichtverletzung und politischen Opportunismus im BfJ, das den Betroffenen in keiner Weise zur Seite steht.

"REPORT Mainz" --> https://youtu.be/24aFwvO4RUE

Vor einem Millionen-Zuschauerpublikum ist nun unzweideutig geklärt: Die Ukraine boykottiert das HKÜ vollständig - unterstützt durch die deutsche Duldungs- und Preisgabepolitik. Diese entscheidende Tatsache und die zugehörigen Zahlen werden vor den Antragstellern so lange wie möglich verborgen, um sie ins leere laufen zu lassen.

Die in der Reportage dargestellte Zusammenarbeit der beiden Väter ist aus existentieller Not und Notwendigkeit geboren. In einem (nachträglich zensierten) Memorandum hat BfJ-Präsident Friehe schon 2015 bedauert, daß "die beiden Antragsteller [Jung und Mertens] … von dem jeweils anderen Rückführungsverfahren Kenntnis erlangt haben und sich nun auch gemeinsam positionieren".

An höchster deutscher Stelle offenbaren sich so wieder Rechtsverachtung und extrem mißbräuchliches Amtsverständnis - und die Absicht, hilfesuchende Bürger in Unwissenheit und Vereinzelung zu halten. Behördliches Gebot: Es sind politisch mißliebige Rückführungsansprüche zu neutralisieren und das Staatsverbrechen des Kindesraubs zu bagatellisieren.

 

04.05.2017

Schlesisches Waisenhaus-Drama

Von Ort und Stelle berichtet die Fachjournalistin Marks für das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) in ergreifender Weise, wie es zwischen dem kleinen Mädchen Lara Karzelek aus Württemberg und ihrem deutschen Vater zum Wiedersehen in einem niederschlesischen Waisenhaus kommt.

Vier Jahre lang ist das Kind von seinen polnischen Verwandten unter ärmlichsten Bedingungen versteckt und isoliert worden.

Obwohl alle notwendigen Gerichtsbeschlüsse zur Kindesrückführung vorliegen, folgen die polnischen Behörden chauvinistischen Reflexen und übergeben Lara ihrer entführungshalber vorbestraften Mutter. Die deutschen Regierungsstellen schweigen gewohnheitsmäßig - denn zerbrechende Kinderseelen gelten dort nichts !

 

20.04.2017

Erfahrungsaustausch - HKÜ als Feigenblatt

Die Elterninitiativen SOS Kindesentführung e.V. und Helferherz für entführte Kinder e.V. beginnen einen Erfahrungsaustausch. Letztere setzt sich für die Heimkehr des 2016 vom Vater nach Ägypten entführten - und seither verschwundenen - Mädchens Lucia Meister aus Oberschwaben ein.

Lucias Netzauftritt --> https://lucia-will-heim.de

Die notorische Verweigerungshaltung im deutschen Auswärtigen Amt zwingt auch Lucias Mutter zu belastender Vereins- und Medienarbeit, Spendensammlung sowie zu ruinösen Fernreisen und Gerichtsverfahren in rechtsfreier und gefährlicher Umgebung.

Wichtige Vergewisserung: In den aktuell beobachteten HKÜ-Staaten Ukraine, Slowakei und Polen geht es in Hinsicht auf Kindesrückführungen keineswegs besser zu als im Nicht-HKÜ-Staat Ägypten ! Das HKÜ dient allzu oft nur als Feigenblatt für eine rigorose staatliche Kindesentführungs-Politik.

 

13.04.2017

Gerichtstermin ohne Richter

Die Kiewer Amtsrichterin Kitsyuk bleibt dem anberaumten Gerichtstermin zur Revision der unmenschlichen Umgangs-Zwangsregelung für Emil unangekündigt fern. Diese Form des spontanen "Urlaubs" ist das Mittel der Wahl der erzkorrupten Richterschaft, um sich den laufenden Integritätsprüfungen zu entziehen.

Kitsyuk hat 2015 nicht nur (in gewohnter Willkür und ohne Rechtsgrundlage) das repressive 6-Monatsstunden-Regime über Emil und Anatol verhängt. Sie ist auch vor kurzem von der Kiewer Streifenpolizei vorübergehend verhaftet worden: wegen rücksichtsloser Verkehrsbehinderung, Trunkenheit und aggressiven öffentlichen Auftretens.

Ukrainischer Fernsehbericht --> https://youtu.be/2QNoEPgsn-s

Der Skandal wirft ein Schlaglicht auf das asoziale Milieu, das den Justizapparat der Ukraine beherrscht - und Kinderschicksale bestimmt.

Dieses Milieu hat seine Entsprechung in denjenigen deutschen Funktionärskreisen, die sich vom eigenen Volk abgewandt haben, den Kindesraub der Ukraine (und anderer Entführerstaaten) decken, alles Unrecht verleugnen und dabei ihre ganze Menschenverachtung zur Schau stellen.

Es ist Anatols 40. Reise in die Ukraine, seit Emil im Sommer 2013 entführt worden ist.

 

13.03.2017

"Alternative Wahrheiten" der deutschen Preisgabepolitik

Eine journalistische Fallrecherche hat ans Tageslicht gebracht: Deutsche Regierungsstellen schaffen sich bequeme "alternative Wahrheiten" und hintertreiben gezielt Emils und Sabinas völkerrechtlich gebotene Rückführung.

In einem (nachträglich zensierten) internen Bericht des Bundesjustizministeriums hat Ministerialrat Heger 2015 zu Emils Fall vermerkt: "Ebenfalls nachvollziehbar ist die abschließende Entscheidung der ukrainischen Gerichte, das Kind nicht nach Deutschland zurückzuführen."

Damit stellt sich das Ministerium

  • gegen das akut bedrohte Kindeswohl,
  • gegen das Völkerrecht,
  • gegen Gerichtsurteile und Haftbefehl aus Deutschland,
  • gegen das Grundgesetz-Gebot zum Schutz der Familie,
  • gegen die international abgesicherten Erkenntnisse über die totale Korruption und Willkür im ukrainischen Verwaltungs- und Justizapparat.

In Sabinas Fall verstecken Botschafter Reichel und Konsul Kraus-Massé in der deutschen Botschaft in Kiew ihr Desinteresse hinter neuen nutzlosen Alibi-Gesten gegenüber den ukrainischen Stellen und weisen Vater Uwes Gesprächswunsch ab.

Das konspirative Verhalten der deutschen Behörden veranlaßt die beiden Väter zu einer Reihe weiterer Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerden. Gemeinsam blicken sie auf Jahre des Leids und des Verrats zurück: Wer als deutscher HKÜ-Antragsteller die Funktionäre Schmidt-Bremme, Bachler, Friehe, Heger, Hubig und ihresgleichen im Rücken hat, braucht in der Ukraine keine Feinde mehr !

 

19.01.2017

Erneuerter Haftbefehl

Im Lichte von Emils kritischer Lage erneuert die Münchener Staatsanwaltschaft den Interpol-Haftbefehl gegen Iryna.

Die Ukraine ignoriert ihn wiederum und eröffnet auch keine Kriminaluntersuchung.

 

13.01.2017

Anti-Korruptions-Expertise

Der angesehene ukrainische Rechtsexperte Evgen Pronin, Mitglied des parlamentarischen Anti-Korruptions-Rates, stellt in einer Expertise zur Kindesentführungspolitik seines Landes fest: Die Ukraine verletzt systematisch internationales und grundlegendes Menschenrecht - und macht Kindesrückführung auf dem Rechtsweg unmöglich.

Außerdem:

  • Die sowjetisch geprägte Justiz ist weder unabhängig noch gesetzestreu. Bei der Bevölkerung ist sie völlig diskreditiert.
  • Es gibt keine effektive Kontrolle von Richtern, die ihr Amt mißbrauchen und Rechtsvorschriften verletzen.
  • Die zahlreichen Kindesentführungsfälle und die illegale und willkürliche Verwaltungs- und Gerichtspraxis hierzu zeigen Rechtsnihilismus und Korruption.

Zeitgleich bestätigen polizeiliche Quellen: Die ukrainischen Behörden haben hinter dem Rücken der Väter eine Ausreisesperre über Emil und Sabina verhängt. Alltag im Kinder-GULAG Ukraine: Beide werden von den Entführerfamilien auch weiterhin wie Strafgefangene beliebig von Ort zu Ort verlegt und isoliert - mit amtlicher Duldung.

 

2016

01.12.2016

Weitere Zeitungsreportagen

Das "BSWmagazin" der großen deutschen Eisenbahner-Hilfsorganisation Bahn-Sozialwerk (BSW) berichtet in einer einfühlsamen Reportage über Emils Entführungsschicksal. Sie hebt die psychosozialen Aspekte und die erhebliche Gefährdung des Kindeswohls hervor.

Auch die deutsche Wochenzeitung "Junge Freiheit" greift den Fall auf: Sie erzählt von Anatols jahrelanger Odyssee durch die Ukraine und seinem zermürbenden Kampf gegen Windmühlen. Dabei wird auch auf die starke Zunahme internationaler Sorgerechtskonflikte hingewiesen.

 

27.10.2016

Herrschaft der Lüge

Die Kindesbeauftragte und Vizepräsidentin des Europa-Parlaments McGuinness teilt als Reaktion auf ein Hilfsgesuch des Kindesvaters mit: Das ukrainische Justizministerium beharrt offiziell darauf, das Rückführungsverfahren sei rechtskonform verlaufen und Emils Aufenthalt in Kiew legal und von Dauer.

Keine Rede ist hingegen von

  • der systematischen Täuschung der ausländischen HKÜ-Antragsteller,
  • den nachweislichen massiven Völkerrechtsverletzungen auf administrativer und gerichtlicher Ebene ,
  • der fortdauernden Isolation und Unterentwicklung des Kindes,
  • den amtlich geförderten Bestrebungen zur Vater-Kind-Entfremdung,
  • den verheerenden Zuständen im Justizapparat.

Herrschaft der Lüge statt Herrschaft des Rechts - das ist ukrainische Realität auch nach der (unvollendeten) Maidan-Revolution.

Über die üblichen leeren Funktionärsfloskeln hinaus zeigt das Europa-Parlament keine Bereitschaft, gegen die hier manifestierte Verletzung europäischer Grundwerte einzuschreiten.

 

29.09.2016

Nächste Entführung

Dank der fortschreitenden Vernetzung der HKÜ-Eltern wird der jüngste deutsch-ukrainische Kindesentführungsfall schnell bekannt: Das Kleinkind Sofia Z. aus Niederbayern ist in die Donetsker Kriegszone verschleppt worden. Beim Antrag auf Rückführung ist Sofias Vater von BfJ und Auswärtigem Amt nicht über den HKÜ-Boykott und die katastrophale Rechtssituation in der Ukraine aufgeklärt worden und stattdessen auf Gleichgültigkeit und Desinteresse gestoßen.

Wirksame amtliche Unterstützung wird wie in Emils Fall verweigert, obwohl seit Jahren deutsche Regierungsvertreter und Parlamentarier in der Region hochpräsent sind.

Im Parallelfall Sabina Mertens wendet die Ukraine ihre perfide Verzögerungstaktik besonders ausgiebig an: Das Rückführungsverfahren geht demnächst in sein fünftes (!) Jahr - unter Bruch des HKÜ-Beschleunigungsgebots und ohne jeden offiziellen Protest aus Deutschland.

Die gerade angelaufene Massenabsetzung hoher Richter durch das ukrainische Nationalparlament unterstreicht die total korrupten und mafiösen Verhältnisse, unter denen Rückführungsverfahren in der Ukraine stattfinden - und verschleppt und manipuliert werden. Von den Säuberungen sind alle Gerichte betroffen, die an der Vereitelung von Emils Rückkehr und an der Zerstörung der Familienbande mitgewirkt haben. Die ukrainischen Bürgerrechtler, die sich engagiert für die Wiederherstellung des Rechts und für Emils Heimkehr einsetzen, haben ermittelt: Derzeit werden über 400 Kinder aus dem Ausland illegal in der Ukraine zurückgehalten, ohne Aussicht auf Rückführung.

Umso schändlicher ist, wie sehr die deutsche Regierung ihre Pflicht zu Bürgerschutz und Geltendmachung des Völkerrechts verleugnet. Für die in diversen Amtskorrespondenzen vorgegaukelten "intensiven Hilfsmaßnahmen" gibt es weder irgendeinen Nachweis, noch haben sie den geringsten Nutzen erbracht. Glaubhaft und deutlich vernehmbar ist hingegen die Botschaft an die Ukraine und die ganze Welt: Das amtliche Deutschland steht für seine entführten Kinder und ihre zurückgelassenen Väter und Mütter nicht ein !

 

17.08.2016

Sowjetisches Schauverfahren

Ein sowjetähnliches Kommitee aus 13 Funktionärinnen des Kiewer Kindesamtes weist Anatols Antrag auf Aufhebung aller Umgangsbeschränkungen zurück. Nach zwei kafkaesken Anhörungen wird dort einstimmig befunden: Die Kindesmutter erfülle ihre Pflichten, das Kindeswohl sei gesichert, und es bestehe kein Anlaß zu irgendeiner Änderung des Umgangsregimes. Selbst für ukrainische Verhältnisse stechen Inkompetenz, Willkür und sowjetfeministische Voreingenommenheit des Kommitees hervor.

Es werden

  • wie schon bei Gericht alle nicht genehmen Beweismittel unterdrückt, vor allem die sozial-medizinischen Berichte über Emils kritischen Zustand und die zahlreichen Polizeiprotokolle über Zugangsverweigerung,
  • die von Anatol geforderte unabhängige medizinische Volluntersuchung abgelehnt,
  • seine Aussagen nicht protokolliert und sein Rechtsbeistand nicht zugelassen, damit es weder Zeugnis noch Zeugen gibt.

Im Bemühen um eine weiße Weste hat die deutsche Botschaft in Kiew dieses Schauspiel mitinitiiert - obwohl die Akteure und ihre Vorgehensweisen bestens bekannt und das Null-Resultat vollkommen absehbar gewesen sind. Die deutsche und die ukrainische Amtsseite demonstrieren hier wieder einig, daß sie kein Interesse an einer Veränderung des Status quo haben. Vater und Sohn bleiben zwangsgetrennt und sind jetzt noch tiefer in den ukrainischen Sumpf aus Willkür, Amtsmißbrauch und Entrechtung gestoßen. Das fortdauernde Staatsverbrechen gegen das Menschenrecht auf Familie bewirkt, daß sie auch weiterhin nicht einmal Weihnachten und Geburtstag zusammen feiern können.

Kiews Bürgermeister Klitschko läßt Anatols Petition gegen den Amtsmißbrauch in seiner Stadtverwaltung unbeachtet.

 

14.08.2016

"Deutschland in Gefahr"

Der Vorsitzende der deutschen Polizeigewerkschaft Wendt beklagt öffentlich schwere politische Mißstände, die das Land in Gefahr bringen: Der Rechtsstaat befindet sich in Auflösung - er gibt Schutz und Verteidigung des Bürgers Stück für Stück auf.

Außerdem:

  • Recht und Gesetz gelten nur noch bedingt, und es werden Regeln und Verträge nach Belieben gebrochen.
  • Hochgestellte und hochbezahlte Politiker und Funktionäre begegnen akuten Bürgernöten und -sorgen immer öfter mit Ignoranz, Arroganz und dummen Belehrungen.
  • Die Verantwortlichen in Staat und Regierung tun nichts zur Lösung existentieller Probleme - und teilen dem Bürger nicht einmal mit, da sie nichts tun.

All das ist eins zu eins übertragbar auf Emils und die anderen aktuellen deutschen Kindesentführungsfälle. Eine renommierte süddeutsche Kindermedizinerin und -rechtlerin spricht von bewußtem Systemversagen, Verbrechen an den Kindern und behördlicher Zermürbungstaktik gegen die HKÜ-Eltern.

 

18.06.2016

"SOS - Für unsere Kinder"

Die neugegründete gemeinnützige Elterninitiative "SOS Kindesentführung e.V." nimmt ihre Arbeit auf. In ihr haben sich mehrere HKÜ-Väter und -Mütter in Deutschland und Europa zusammengeschlossen, um die Unterstützung der Öffentlichkeit zu suchen und auf das gesamtgesellschaftliche Problem grenzüberschreitender Kindesentführung aufmerksam zu machen.

Gemeinsam sind ihnen schlimme Erfahrungen mit den deutschen Behörden, die nach Art eines Feudalsystems signalisieren: Der Bürger hat zu zahlen, aber nicht zu bestellen, selbst nicht in existentieller Not.

Letzten Anstoß zur Vereinsgründung hat eine Serie von Retortenbriefen aus dem Menschenrechtsausschuß des Deutschen Bundestages gegeben. Darin geht die Vorsitzende Steinbach am Menschenrechts-Anliegen der hilfesuchenden HKÜ-Väter völlig vorbei, verschweigt Willkür und systematischen Rechtsbruch in den Entführerstaaten und wiederholt nur die leeren Phrasen und Ausflüchte der deutschen Regierungsstellen. Erneut zeigt die politische Klasse ihre totale Gleichgültigkeit gegenüber den entführten Kindern und ihren Willen zur Abwehr unbequemer Bürgeranliegen. Sie bekräftigt damit ihre Dauereinladung zu weiteren Kindesentführungen ins Ausland. In scharfem Kontrast zur amtlich verordneten Willkommenskultur für Einwanderer aus aller Welt hat sich hier stillschweigend eine Abschieds(sub)kultur für deutsche Kinder etabliert.

Mehr dazu unter: www.sos-childabduction.eu

 

17.06.2016

Toxisches aus dem Auswärtigen Amt

Aufgrund der Berichte zu Emils schlechter gesundheitlicher und sozialer Lage sieht sich das deutsche Auswärtige Amt doch noch zu einer Stellungnahme veranlaßt: Ministerialdirigent Schmidt-Bremme verweist Anatol zuständigkeitshalber an die ukrainischen Behörden - also genau an die Stellen, die seit Jahren mit institutioneller Gewalt Vater und Kind voneinander trennen. Die amtliche Mitteilung schließt mit "den besten Wünschen für Ihren Sohn". Noch mehr Kaltschnäuzigkeit, Zynismus und Bürgerverachtung sind schwer vorstellbar.

Was auch hier wieder von Amtsseite ausgeblendet wird:

  • die absolute Eilbedürftigkeit der Sache,
  • die fundamentalen ukrainischen Rechtsverletzungen,
  • Zuständigkeit und Schutzpflichten des deutschen Staates für seine Bürger und Einwohner.

Lehrbuchhaft offenbart sich im Verhalten des Auswärtigen Amtes ein destruktives Muster, das die Psychologie als "passiv-aggressives Syndrom" bezeichnet. Es ist charakterisiert durch

  • Abwehrhaltung gegenüber Anstößen und Leistungsanforderungen von außen,
  • Arbeitsverweigerung oder absichtlich langsame und schlechte Arbeit,
  • den Widerspruch zwischen Unterstützung durch Worte und Behinderung durch (Nicht-)Taten,
  • große Energie und Entschlossenheit, mit der die Verweigerungshaltung nach außen verschleiert und ohne Rücksicht auf Verluste durchgehalten wird,
  • bewußte Schädigung von Mitmenschen oder deren Inkaufnahme,
  • gezielte Manipulation und Irreführung des Umfeldes.

Es stellt sich die drängende Frage: Wie kaputt muß der kleine Junge in seiner ukrainischen Gefangenschaft gehen, bevor die deutsche Regierung umsteuert und ihre schmutzige Politik des Preisgebens und Auslieferns beendet ??

 

10.04.2016

Kindeselend

Auf seinen allmonatlichen Reisen zu Emils Kindergefängnis in Kiew wird Anatol regelmäßig Zeuge der neurotischen Zustände, die dem Jungen ärztlich attestiert worden sind: Er reißt dann die Augen weit auf, röchelt stark, zittert am ganzen Körper und lässt sich nur schwer wieder beruhigen. Und wenn der unglückliche Junge Papa beim Abschied zur Wohnungstür hinterherrennt, packt ihn seine aggressive Mutter am Kragen, schleift ihn ins Schlafzimmer und sperrt ihn dort ein. Ihm fehlt jegliche Form physischer, sprachlicher, sozialer und musischer Förderung.

Die (meistens hilfsbereite) Kiewer Stadtpolizei protokolliert die sich häufenden Zugangsbehinderungen durch die Entführerfamilie. Die negative Gesamtlage ändert sich dadurch aber nicht.

 

09.04.2016

Großvaters Besuch in Kiew

Anatols Vater Eberhard, ehemaliger Landesnervenklinik-Direktor und erfahrener Neurologe und Psychotherapeut, ist nach Kiew gereist, um nach langer Trennung seinen Enkel Emil wiederzusehen. Das gelingt wegen Feindseligkeit und Mißtrauen der Entführerfamilie erst im zweiten Anlauf.
Der Großvater ist erschüttert von den "bedrückenden Verhältnissen" und vom "paranoiden und soziopathischen Milieu", denen der kleine Junge schutzlos ausgeliefert ist.

Eberhard berichtet den deutschen Behörden aus medizinisch-sozialer Sicht über Emils Zustand:

  • großer Entwicklungsrückstand,
  • fein- und grobmotorische Defizite,
  • medizinische Vernachlässigung und Anzeichen von Mangelernährung,
  • strenge Isolation,
  • Einschüchterung und Unterdrückung familiärer Bindungen.

Sein Appell: Es sind das Kindeswohl akut bedroht und ein Eingreifen von außen dringend erforderlich - auch wenn Regierungen und Staaten aus Eigeninteresse diese Form der Kindesmißhandlung tolerieren oder fördern.

 

12.02.2016

Politik der Kindesentführung

In Sabinas Fall hat des Kassationsgericht in Kiew aus nichtigen Gründen Kindesvater Uwe in die erste Instanz zurückverwiesen - ein durchsichtiges Verzögerungsmanöver. Dort wird nach streng parteiischer Vernehmung und selektiver Beweisaufnahme die Kindesrückführung abgelehnt.

Immer wieder wendet der ukrainische Kindesentführerstaat seine bewährten Waffen an - auch in den Fällen der aus Italien entführten Kleinkinder Erik Z. und Rodolfo P. (und in sehr vielen weiteren):

  1. jahrelange Verschleppung der Rückführungsverfahren und systematische Täuschung der HKÜ-Antragsteller
  2. Duldung und Förderung der erzwungenen Vater-Kind-Trennung und -Entfremdung
  3. Schutz der Entführermütter vor Sanktionen und Strafverfolgung
  4. faktische Übertragung des alleinigen Sorgerechts auf die Entführermütter
  5. schwere Manipulation von Gerichtsverfahren und -urteilen.
 

18.01.2016

Aktenzensur und Parteiverrat

Nach einer "Bearbeitungszeit" von vier Monaten (!) übergeben die deutschen Justizbehörden Emils umfangreich zensierte HKÜ-Akte an Anatol - für seine Klage beim Europäischen Gerichtshof. In "kleinen" zivilen Kindschaftssachen sind solche Zensur und Verschleppung absolut unüblich und hochgradig auffällig. Die leitenden BfJ-Funktionäre Friehe und Bachler lassen begründen: Durch vollständige Offenlegung der Akte könnten "internationale Beziehungen" beeinträchtigt und "das Vertrauensverhältnis zu anderen Staaten verletzt" werden.

Das ist schwerer Parteiverrat. Auf den 2700 (!) Seiten der Akte findet sich nicht eine einzige amtliche Anerkennung des flagranten Völkerrechtsbruchs und der Verletzung elementarer Grundrechte durch die Ukraine. Ganz im Gegenteil gibt der Schriftverkehr der deutschen und ukrainischen Stellen dem Vorgang einen falschen Anschein von Normalität. Die konkrete Kindeswohlgefährdung ist überhaupt nicht thematisiert.

Damit machen sich die deutschen Behörden endgültig zu Erfüllungsgehilfen der ukrainischen Kindesentführungspolitik. In den Zeiten ruinöser Euro-Rettung und unkontrollierter Masseneinwanderung aus dem Orient sind Rechtsbruch, Pflichtverletzung und Politik gegen das eigene Volk zum Normalzustand innerhalb der herrschenden Funktionärsklasse geworden - im großen wie im kleinen. Kindeswohl und Kindesrechte bleiben dabei auf der Strecke.

 

2015

19.12.2015

Beschwerde beim Hohen Justizrat

Anatol legt beim Richterkontrollgremium der Ukraine, dem Hohen Justizrat, Beschwerde gegen Justizwillkür und schwere Grund- und Völkerrechtsverletzung ein. Dieses Gremium verfügt jedoch über keine klaren Kompetenzen und gilt wegen der (angeblich) andauernden Säuberung des ukrainischen Staatsapparats als nahezu arbeitsunfähig.

Auswärtiges Amt, Bundesjustizministerium und die deutsche Botschaft in Kiew sind auch über die neuesten Rechtsbrüche der Ukraine detailliert und tagesaktuell unterrichtet - und schweigen beharrlich.

 

07.11.2015

Wiedersehen mit Emil

Mit Unterstützung der neuen Stadtpolizei von Kiew verschafft sich Anatol Zugang zu Emil. Trotz der Feindseligkeit der Entführerfamilie verläuft das Vater-Sohn-Wiedersehen mit viel Wärme und Zutraulichkeit.

Emil ist jedoch von der langen Entführung und Wegsperrung gezeichnet: nicht altersgemäß entwickelt, spindeldürr, bleich, ohne ausgebildete Muskulatur. Damit zahlt der kleine wehrlose Junge einen hohen Preis für den Wahn der Entführermutter, den massiven Rechtsbruch der Ukraine und das komplette Versagen der deutschen Behörden.

Ein von Anatol angeforderter medizinischer Bericht des zuständigen Gesundheitsdienstes in Kiew ergänzt das traurige Bild: Emil werden neuroseähnlicher Zustand, asthenisch-neurotisches Syndrom, verzögerte Sprachentwicklung, fehlender Impfschutz und Plattfüße attestiert.

 

02.10.2015

Mißbrauch in höchster Instanz

Der Oberste Gerichtshof der Ukraine lehnt Emils Rückführung endgültig ab. Seine Begründung ist nichtssagend formalistisch und ohne HKÜ-Bezug und schweigt zu allen Beschwerden über den flagranten Rechtsbruch in den vorangegangenen Instanzen.

Es zeigt sich nochmals deutlich:

  • Behörden und Justiz der Ukraine missachten offen das HKÜ ebenso wie das Kindesrecht und grundlegendes Sorgerecht und Würde des Kindesvaters.
  • Es gibt keinen effektiven Mechanismus zur Rückführung aus dem Ausland entführter Kinder.

Stattdessen betreibt die Ukraine eine rigorose Politik der Legalisierung grenzüberschreitender Kindesentführungen, wenn diese von ukrainischen Müttern ausgehen.

 

29.08.2015

Große Zeitungsreportagen

Die bundesweit verbreitete Süddeutsche Zeitung veröffentlicht eine ausführliche Reportage über Emils Entführung. Dabei wird herausgestellt, in welche Not und Gefahr das Versagen von Rechtssystem und Behörden den Kindesvater immer wieder gebracht hat und wie traumatisierend die Folgen einer so harten Kindesentführung sind.

Die bayerische Regionalzeitung Münchener Merkur setzt mit einer eigenen ausführlichen Emil-Reportage nach. Sie zieht Parallelen zu anderen Kindesentführungen ins Ausland und zeigt die zunehmende gesellschaftliche Bedeutung internationaler Sorgerechtskonflikte und dieser Form des Kindesmissbrauchs auf.

 

10.08.2015

Bedrohte Vaterschaft

Fast pünktlich zum zweiten Jahrestag des Rückführungsantrags schlägt die Willkürjustiz der Ukraine erneut hart zu: Nach eineinhalbjährigem Umgangsverfahren verfügt das Kiewer Amtsgericht in einem bizarren Urteil, daß Anatol mit Emil gerade 6 Stunden pro Monat verbringen darf - begrenzt auf ein einziges Wochenende, am Wohnort und unter Aufsicht der Entführermutter.

Damit ist Anatols Sorgerecht praktisch abgeschafft - ohne irgendeine Rechtsgrundlage und in voller Mißachtung des Vater-Mutter-Gleichheitsgrundsatzes des ukrainischen wie des deutschen Familiengesetzbuches. Die restriktive Besuchsregelung gleicht der eines kommunistischen Gefangenenlagers - ohne Rücksicht auf das Kindeswohl und mit traumatischen Auswirkungen auf Kind und Vater.

In der letzen Gerichtsverhandlung hat sich Iryna zwar wieder unmöglich gemacht und Anatol u.a. als "deutschen Faschisten" verleumdet. Entscheidend für das Urteil ist aber eine Empfehlung des Kindesamtes gewesen, einer Hochburg der sowjetischen Frauensolidarität - wo Anatol vorsorglich gar nicht erst angehört worden ist.

Die Bürgerrechtler, die Anatol unterstützen, sehen durch Emils Fall immer wieder bestätigt: Das alte sowjet-bürokratische System aus Rechtsverachtung und Korruption lebt weiter und wehrt Öffnungs- und Reformversuche mit großer Zähigkeit ab. Und sie wundern sich, daß deutsche Politiker und Funktionäre in Kiew nicht schon längst kräftig für Emil auf den Boden gestampft haben.

 

29.07.2015

Amtliche Kapitulation vor dem Unrecht

Das deutsche Bundesjustizministerium teilt auf Anfrage mit: Staatsekretärin Hubig hat Emils und Sabinas Fall mit dem ukrainischen Justizministerium besprochen. Das Ergebnis: keine Kindesrückgabe ! Stattdessen gebe es nun das "Angebot" an Anatol und Uwe, einen Antrag auf regelmäßigen Umgang auf ukrainischem Territorium zu stellen. Feiger und zynischer kann die deutsche Kapitulation vor dem totalen Rechtsbruch der Ukraine nicht sein !

Was solche Umgangsangebote wert sind, haben die Rückführungsanträge beider Väter seit 2013 gezeigt. Es drohen damit nur neue endlose, teure und erschöpfende Warteschleifen im völlig kaputten ukrainischen Staatswesen, wo Recht weder gesprochen noch respektiert noch durchgesetzt wird.

In Kiew gibt es für Anatol und Uwe keinen einzigen kompetenten und handlungsfähigen amtlichen Gesprächspartner und keine funktionierende Rechtshilfe- und Beschwerdeinstanz, um die Kindesentführungen zu beenden oder die Vater-Kind-Trennung zu erleichtern.

Die deutschen Behörden leisten also offene Beihilfe zur Legalisierung der beiden Kindesentführungen - und ketten Emil, Sabina, Anatol und Uwe damit dauerhaft an Misere und Rechtlosigkeit der Ukraine. Sie sind auch nach zwei harten Entführungsjahren weder interessiert noch bereit, auf die Regierung in Kiew Druck auszuüben und dort die volle Beachtung des Völkerrechts einzufordern.

Stattdessen verharrt die verantwortliche - aus Steuergeldern hochbezahlte - Funktionärsklasse in ihrer bürgerfernen Komfortzone. Das ist umso unverzeihlicher, als die Ukraine derzeit sehr stark vom Wohlwollen Deutschlands abhängig ist und sich ihre Existenz mit massiver westlicher Finanzhilfe absichern läßt.

 

22.06.2015

Emils Geschichte im Fernsehen

Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) sendet landesweit eine Reportage über Emils Entführung: "Hallo Deutschland - Vater kämpft um Sohn in der Ukraine". Die engagierte Produzentin Marks beschäftigt sich seit vielen Jahren mit internationaler Kindesentführung.

-> https://youtu.be/BUB65DGeibw

Parallel dazu setzt sich die deutsch-ukrainische Bürgerrechtsbewegung "Civic Center for Strategic Initiatives" u.a. bei der ukrainischen Präsidialverwaltung für Anatols Anliegen ein. Sie kämpft für Rechtssicherheit und europäische Integration der Ukraine - und Emils staatlich begünstigte Entführung hat für sie Leuchtturm-Charakter. Ihr Vorsitzender, Syndikus Stamplewsky, stellt fest: Formal wie inhaltlich markieren die ukrainischen Willkür-Urteile gegen Emils und Sabinas Rückführung typische Ausläufer des kommunistischen Totalitarismus. Die Kinder sind Spätopfer der Sowjetunion !

 

16.06.2015

Verschleppungstaktik

Trotz akuter Dringlichkeit vertagt das zuständige Amtsgericht in Kiew das seit 2014 ergebnislos(!) parallel laufende Verfahren über einfachste Vater-Kind-Umgangs- und -Besuchsrechte willkürlich um zwei Monate. So wird Anatol auch Emils dritten Geburtstag nicht mitfeiern können.

Diese Rechte wären nach HKÜ automatisch von den Behörden des Entführerlandes durchzusetzen. Jedoch nicht in der Ukraine, wo Rechtsbruch auf Rechtsbruch folgt...

 

10.06.2015

Endlose Willkür und Korruption

Mit der befürchteten Willkür und Inkompetenz lehnt das Kassationsgericht im Schnellverfahren Emils Rückführung ab. Die Sowjet-Richterschaft ignoriert dabei völlig das HKÜ, die bindenden deutschen Gerichtsurteile und das Totalversagen der ukrainischen Behörden in den zwei Jahren der Kindesentführung.

Statt sich mit der Kernfrage - der Illegalität von Emils Zurückhaltung in der Ukraine - zu befassen, interessieren sich die Richter in ihrer bizarren Kurzbefragung nur für die Staatsangehörigkeit von Irynas zweitem Kind (mit ungeklärter Vaterschaft). Es ist dieselbe Rechtsbruch-Taktik wie im Appellationsverfahren: Nebensächlichkeiten behandeln, um die (eindeutig zu wertende) Hauptsache zu vermeiden.

Damit hat die Ukraine Emils Entführung auf kaltem Wege legalisiert und sich als aktiver Kindesentführer-Staat außerhalb des Völkerrechts gestellt. So ist es wenige Tage zuvor auch im Parallelfall Sabina Mertens geschehen: Ohne irgendeinen HKÜ-Bezug hat das Appellationsgericht ihre Rückführung abgelehnt.

Anatol wendet sich deshalb hilfesuchend nochmals an Auswärtiges Amt, Bundestag und Europa-Parlament. Er erneuert seinen Antrag ans ukrainische Justizministerium, dass Emil gemäß HKÜ-Artikel 18 auf dem reinen Verwaltungsweg nach Deutschland heimgeführt wird - da sich die Justiz als hierzu unfähig und unwillig erwiesen hat.

Wie berechtigt dieses Anliegen ist, zeigt sich wenige Tage später erneut: Der Präsident des Kiewer Appellationsgerichtes wird von Anti-Korruptions-Ermittlern in flagranti im Gerichtsgebäude gestellt: mit hohen Bargeldbeträgen und schriftlichen Hinweisen auf Urteilsmanipulation. Und dieser Banditenjustiz sind Anatol, Uwe und ihre Kinder seit zwei Jahren ausgeliefert!

 

01.06.2015

Widerrechtlichkeitsbeschluß

Das Münchener Amtsgericht stellt mit einem Widerrechtlichkeitsbeschluß nochmals klar: Emils Zurückhaltung in der Ukraine ist illegal !

Dieser Gerichtsbeschluß wird dort wiederum keine Beachtung finden.

 

22.04.2015

Böses Omen

Das Kassationsgericht in Kiew missachtet alle Fristen für Emils Rückführungsurteil in letzter Instanz: Ein Prozeßtermin ist noch immer nicht festgesetzt.

Indes hat Uwe seine Tochter Sabina im Haus ihrer Großeltern aufgespürt und hilflos ihrem Abtransport mit unbekanntem Ziel zusehen müssen. Die Behörden greifen nicht ein. Stattdessen hebt das Kassationsgericht in einem schwer manipulierten Verfahren die Rückführungsanordnung für Sabina auf und verweist das Verfahren zurück in die zweite Instanz. So weicht die mehrheitlich weibliche Sowjet-Jury dem ganz flagranten Völkerrechtsbruch aus und verlängert die Rückführungsprozedur zum Vorteil der Entführermutter um mindestens ein weiteres Jahr. Wie in Emils Fall steht der planvollen Vater-Kind-Entfremdung im rechtsfreien Raum der Ukraine nun nichts mehr im Wege.

Die Ukraine zeigt sich immer offener als Kindesentführer-Staat, dem das HKÜ nur als Attrappe dient. Uwes und Anatols schriftliche Hilfsappelle an den ukrainischen Justizminister bleiben erwartungsgemäß unbeantwortet. Für Emils völkerrechtskonforme Rückführung verheißt das nichts Gutes.

 

24.03.2015

Briefe an Emil

Unter dem Menüpunkt Briefe erscheint ab heute eine Auswahl von Briefen an Emil und von Einträgen in das Tagebuch, das Anatol seit Herbst 2013 für ihn führt.

 

05.03.2015

Beobachteter Beobachter

Das Rückführungsurteil in letzter Instanz steht kurz bevor - und damit wird die Verschleppungsgefahr für Emil wieder akut. Aus diesem Anlaß intensiviert Anatol auf seiner Kiew-Reise Nr. 15 die Beobachtung von Irynas Haus. Dies alarmiert das Sicherheitspersonal einer benachbarten Mikro-Bank und führt zu seiner Verhaftung durch die Miliz auf offener Straße - unter dem Verdacht, er bereite einen Bankraub vor.

Vor allem dank der ins Ukrainische übersetzten Emil-Unterstützerseite im Netz endet das Verhör auf der Milizwache schnell mit Anatols Freilassung. Der verhörende Offizier zeigt sich erstaunt über Iryna, weil sie Emil und sich selbst der Not in der Ukraine aussetze, anstatt ein gutes Leben in Deutschland zu führen.

 

12.02.2015

Münchener Parallelfall

Anatol trifft auf Vater Uwe Mertens aus München. Seine Situation ist fast identisch: Seit zwei Jahren ist Tochter Sabina von ihrer Mutter aus München in die ländliche Westukraine entführt und dort von ihren ukrainischen Großeltern in Isolation gehalten.

Zu Weihnachten 2014 hat ein ukrainisches Gericht auf HKÜ-Grundlage die Rückführung des Kindes angeordnet. Seither ist das Kind verschwunden, und die Behörden unternehmen nichts.

Bei solchen Kindesentführungen sind amtliche Gleichgültigkeit und Völkerrechtsbruch also kein Einzelfall.

 

02.02.2015

Anatols Bilanz

  • 14 Kiew-Reisen...
  • unzählige Hilfsgesuche...
  • totaler Völkerrechtsbruch und Behördenversagen und -desinteresse hüben wie drüben
  • als Folge davon Ausgaben über 20.000€ für Rechtsbeistand, Gerichtsverfahren, Reisen und Übersetzungsdienste
  • Bis heute kein Fortschritt in der Sache und keine Aussicht auf Besserung.
 

19.01.2015

Ukrainischer Justizminister

Das zweite Gespräch des deutschen Botschafters mit dem ukrainischen Justizminister zu Emils Rückführung verläuft praktisch ergebnislos. Heikle Themen wie Durchsetzung von Umgangsrechten, Urteilsvollstreckung und Umsetzung des Interpol-Haftbefehls werden gar nicht erst angesprochen.

 

06.01.2015

Kassationsverfahren

Emils Fall wird ans Kiewer Kassationsgericht - also in die höchste Instanz - verwiesen, welches binnen zwei Monaten entscheiden muß.

 

05.01.2015

Gebrochene Hilfszusagen

Die Abteilung der Kiewer Kriminalmiliz für Minderjährigenangelegenheiten sichert Anatol zu, daß sie ihm zur Ausübung seiner Vaterrechte und im Sinne des Kindeswohls Zugang zu Emil verschaffen wird.

Sie hält ihr Wort jedoch nicht und unternimmt gar nichts.

 

04.01.2015

Verlorene Siege - Befreiungsversuch

Anatol hat Irynas Versteck in Kiew ausfindig gemacht und unternimmt bei einer unerwarteten Gelegenheit einen eigenhändigen Befreiungsversuch. Seine Flucht mit Emil im Arm endet sehr schnell vor den Pistolenläufen einer Bürgerwehr des nationalistischen Rechten Sektors.

Die Bürgerwehr gibt das Kind an Iryna zurück und überstellt Anatol der Miliz. Da ihm im Verhör keine Gewaltanwendung nachgewiesen werden kann und jedem Vater das Recht auf das Zusammensein mit seinem Kind zusteht, wird er wieder freigelassen.

Die Milizionäre zeigen Verständnis für Anatols Notlage.

 

2014

18.12.2014

Niederlage vor Gericht

Nachdem der Kiewer Vollstreckungsdienst die Urteilsvollstreckung drei Monate lang faktisch boykottiert hat und Iryna mit Emil abgetaucht ist, hebt das sowjetisch geprägte Kiewer Appellationsgericht das Urteil unter schwerer Manipulation von Sachverhalten wieder auf.

Größte Lüge in der Urteilsbegründung:

Anatol habe nicht widerlegen können, dass Emil mit seiner Zustimmung in die Ukraine verbracht worden sei.

 

18.09.2014

Emils Rückführung wird angeordnet

Das Kiewer Bezirksgericht ordnet Emils Rückführung nach Deutschland an.

Iryna hat sich durch wirre Anklagen gegen Anatol in der Schlussanhörung unmöglich gemacht und ist von der Richterin mehrfach ermahnt worden.

Iryna versteckt Emil

Noch während der Urteilsverkündung taucht Iryna zusammen mit Emil ab und versteckt sich.

Irynas Anwältin bleibt der Urteilsverkündung ebenfalls fern.

 

15.07.2014

Botschafts-Minimalismus

Die deutsche Botschaft mahnt beim ukrainischen Justizminister die Eröffnung des Gerichtsverfahrens zu Emils Rückführung an. Das drängende Thema des zwischenzeitlichen Vater-Sohn-Umgangs wird von Botschafter Weil und Konsul Graf einfach ausgelassen.

 

01.06.2014

Formelle Hilfsgesuche

Anatol bittet die Repräsentanten Deutschlands, sich bei ihren zahlreichen Gesprächen mit ukrainischen Amtsträgern formell oder informell für Emils Heimkehr einsetzen. Hierzu richtet er immer wieder formelle Hilfsgesuche an Kanzleramt, Auswärtiges Amt und die deutsche Botschaft in Kiew.

Außerdem wendet er sich an

  • Bundes- und Bayerisches Justizministerium,
  • Auswärtigen und Mesnchenrechts-Ausschuß des Bundestags,
  • Europa-Parlament und Europäische Kommission.

Das effektive Ergebnis ist - und bleibt - gleich null. Die politische und behördliche Gleichgültigkeit ist in den meisten Fällen mit Händen zu greifen.

Entgegen den HKÜ-Bestimmungen schickt das ukrainische Justizministerium Anatol als Einzelkläger und -antragsteller durch den Behörden- und Gerichtsdschungel, damit er seine Rechte geltend mache. Egal ob Miliz oder Kindesamt oder Amtsgerichte in Kiew: Entweder will dort niemand für irgendetwas zuständig sein, oder es wird Partei für die Entführermutter ergriffen.

Iryna hat keinerlei Sanktion für ihr kriminelles Verhalten zu fürchten.

 

26.04.2014

Vielsagende Entschuldigung

Irynas Schwager Dmytro entschuldigt sich telephonisch bei Anatol dafür, daß er Emils Entführung anfänglich unterstützt habe. Iryna habe dies von langer Hand geplant und ihre ukrainische Familie mit hemmungslosen Lügen über ihr Eheleben in Deutschland irregeführt.

Dmytro bescheinigt Anatol, ein sehr guter Vater zu sein, weil er aus Liebe zu seinem Sohn auch unter den derzeit gefährlichen und chaotischen Umständen immer wieder in die Ukraine käme.

Iryna sei "hart wie eine Betonwand" und absolut rücksichtslos gegen Kind und Vater. Sie mache sich gezielt die Mißstände und die rechtsfreien Räume in der Ukraine zunutze, um Anatols Vaterrechte auszuhebeln und ihn auf Dauer von Emil zu trennen.

 

24.04.2014

Überraschung im Park

Bei seiner Osterreise nach Kiew überrascht Anatol Iryna und ihre Mutter mit Kinderwagen im Polytechnikumspark. Trotz des hohen Aggressionspegels der beiden kann er eine relativ harmonische Stunde mit Emil im Arm verbringen. Emil reagiert auf seinen Vater trotz der langen Trennung ruhig, neugierig und mit Vertrauen.

Nach dieser Begegnung setzt Iryna die Aussperrung härter denn je fort.

Angesichts der russischen Krim-Invasion herrscht große Kriegsangst in der ganzen Ukraine. Anatol prüft alle denkbaren Möglichkeiten, um Emil sicher in seine deutsche Heimat zu bringen.

 

27.03.2014

Verfahrensverschleppung

Das ukrainische Justizministerium teilt mit, dass das überfällige Gerichtsverfahren gegen Iryna wegen "technischer Probleme" auf absehbare Zeit nicht eröffnet werde. Außerdem hätte es keine Kompetenzen, um Anatols Umgangsrecht durchzusetzen oder nach dem als vermisst gemeldeten Kind suchen zu lassen. Dies ist der Auftakt zum totalen Bruch des Haager Abkommens durch die Ukraine.

Die deutsche Botschaft, die seit Herbst 2013 eingeschaltet ist, hält sich - vorgeblich aus Gründen der Nichteinmischung - bedeckt. Es ist Anatols bisher stärkste Begegnung mit der Gleichgültigkeit deutscher Behörden gegenüber Emils Fall.

 

19.03.2014

Interpol-Haftbefehl

Die Münchener Staatsanwaltschaft erlässt auf Anatols Strafantrag hin einen Interpol-Haftbefehl gegen Iryna wegen Kindesentzugs.

In der dysfunktionalen Ukraine wird er jedoch keine Beachtung finden.

 

18.02.2014

Bürgerkrieg

Das große Blutvergießen auf dem Maidan beginnt, und die Ukraine steht am Rande des Bürgerkriegs. Anatol ruft in großer Angst Iryna aus München an und appelliert an sie, sich und Emil ausreisefertig zu machen - wo immer sie sich gerade aufhalte.

Iryna lehnt ab: Lieber sterbe sie in der Ukraine, als in Deutschland zu leben.

 

01.01.2014

Die Ukraine versinkt im Chaos

Iryna hat jeden Kontakt zu Anatol abgebrochen.

Anatol macht sich in Kiew zehn Tage lang auf die systematische Suche nach Emil - vergeblich, denn mittlerweile ist Emil von Iryna heimlich auf die Krim verschleppt und wird dort auch noch die russische Invasion miterleben. Irynas Familie verweigert am Telefon jegliche Auskunft über Emils Verbleib.

Die Miliz lehnt einen Strafantrag wegen Kindesentzugs ab, da es sich um ein rein privates Familienproblem handle.

Nacht für Nacht schließt sich Anatol der Maidan-Bewegung an und schippt mit Studenten bei minus 30 Grad Schnee für den Barrikadenbau. Es ist eine ungeheuer intensive Zeit von Aufbruch, Hoffnung, Angst und Ungewissheit. Das für Emils Fall zuständige Justizministerium wird zwischenzeitlich von Demonstranten besetzt und verwüstet.

 

2013

20.12.2013

Vorläufiger Sorgerechtsbeschluß

Auf Eilantrag hin überträgt das Münchener Amtsgericht Anatol das alleinige Aufenthaltsbestimmungs- und medizinische Sorgerecht für Emil.

Die Ukraine hat dieses Urteil gemäß internationalem Kinderschutz-Übereinkommen (KSÜ) nachzuvollziehen - theoretisch...

 

03.11.2013

Eskalation und Kontaktsperre

Anatol hält sich wieder in Kiew auf, um Kontakt zu Emil halten. Iryna sperrt erstmals Emil ein und Anatol aus. Ihr Ziel ist die vollkommene Auslöschung der Vater-Sohn-Beziehung.

Emil wird fortan rigoros als Machtinstrument im Partnerschaftskonflikt mißbraucht.

 

30.09.2013

Verleumdungskampagne

Iryna wird im ukrainischen Justizministerium vernommen und lehnt Emils Rückkehr nach Deutschland ab. So wird ein ukrainisches Gerichtsverfahren gegen sie fällig - wenngleich nur zum Schein.

In ihren Aussagen greift sie tief in die wohlbekannte Propagandakiste von Trennungsmüttern: Anatol sei Säufer, Gewalttäter, Sadist, Ehebrecher, Kinderschänder usw.

Diese massiven Verleumdungen zerstören das eheliche Verhältnis endgültig. Sehr besorgniserregend: Sie gehen ungeprüft und ungefiltert in die ukrainischen Fallakten ein - ohne Rücksicht auf spätere Auswirkungen auf das Kind.

 

29.08.2013

Rückführungsantrag nach Haager Kindesentführungs-Übereinkommen (HKÜ)

Schweren Herzens stellt Anatol über das federführende deutsche Bundes-Justizamt (BfJ) einen offiziellen Rückführungsantrag ans ukrainische Justizministerium. Er beruht auf dem zivilen Haager Kindesentführungs-Übereinkommen (HKÜ) von 1980 - mit Völkerrechtsrang.

Das HKÜ verpflichtet das Zielland zu sofortiger Kindesrückgabe ins Ausgangsland und verweist jegliche Sorgerechtsregelung ebenfalls dorthin. Die Pflicht zur Rückführung besteht in Emils Fall eindeutig, da

  • das Kind ohne Zustimmung des Vaters auf ukrainischem Territorium zurückgehalten wird,
  • der Kindesvater zum Zeitpunkt der Entführung im Vollbesitz des elterlichen Sorgerechts ist,
  • das Kind als ordentlich registrierter Einwohner und Staatsbürger Deutschlands seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Landkreis München hat und
  • der Rückführungsantrag binnen Jahresfrist eingereicht ist.

Das BfJ meldet zurück, die Ukraine kooperiere gut, prüfe gründlich und halte das HKÜ "im Prinzip" ein. Dies wird sich noch als willentliche Bürgertäuschung erweisen - und öffnet den Weg in einen tiefen Politsumpf aus Verrat und Amtsmißbrauch, Willkür und Korruption, Konspiration und Kollaboration, Fälschung und Zensur.

Was in der Ukraine tatsächlich bevorsteht: ein jahrelanges Schauverfahren sowjetischen Typs - mit vorbestimmtem Ausgang.

 

15.07.2013

Vergebliche Ausgleichsversuche

Anatol reist zwei Mal nach Kiew, um Verständigung und einen friedlichen Ausgleich zu suchen. Iryna und ihre Mutter zeigen sich hart, diktatorisch, irrational und völlig dialog- und kompromißunfähig. Ihr Anspruch: Das Kind gehört nur ihnen !

Für Emil haben sich die äußeren Lebensbedingungen drastisch verschlechtert: in ärmlichem sozialistischen Wohnblock, an Hauptverkehrsstraße, mit Smog und Lärm rund um die Uhr.

Die Mutter ist Rentnerin und Iryna ohne Erwerbstätigkeit und Einkommen. Anatol beginnt mit der Überweisung von Monatsalimenten für Emil.

 

12.07.2013

Erster Geburtstag

Anatols Verbindung zu Emil ist unterbrochen. Seine Gedanken und Gefühle kreisen Tag und Nacht um den geliebten - und vorerst verlorenen - Sohn. Es ist eine schwer traumatisierende Erfahrung.

Es bleibt Anatol nur geringe Hoffnung, daß seine schriftlichen Grüße Emil zum ersten Geburtstag irgendwie erreichen.

 

10.07.2013

Offenbarung

Am Ende der vereinbarten Reisezeit teilt Iryna mit, sie werde nicht nach Deutschland zurückkehren und künftig mit Emil bei ihrer Mutter in Kiew leben. Anatols Entsetzen, Protest und Trauer rühren sie nicht.

Zu ihrer Rechtfertigung erhebt Iryna bizarre Vorwürfe, die auf schwere Paranoia hinweisen: Es seien Emils Wohl bedroht, das deutsche Gesundheitswesen korrupt und Deutschland ein grundschlechtes Land.

 

29.05.2013

Wendezeit

Iryna reist mit Emil nach Kiew - vorgeblich für einen sechswöchigen Besuch bei ihrer Mutter. Anatol stellt dem Kind hierfür eine befristete Reiseerlaubnis aus.

 

01.04.2013

Verweigerungshaltung

Emil begeistert alle seine Mitmenschen durch sein fröhliches, lebendiges und aufgeschlossenes Wesen. Er blüht in seinem neuen Zuhause in der Familiensiedlung von Haar im Landkreis München auf.

Hingegen verweigert Iryna jede Form der Integration und fällt immer mehr durch Eifersucht, Dominanz und Abneigung gegen ihre deutsche Umgebung auf.

Iryna schirmt Emil nach außen ab und verdächtigt alle und jeden, ihr das Kind wegnehmen zu wollen. Selbst einfachste Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen lehnt sie mit größter Vehemenz ab - weil deutsche Ärzte Kinder aus Geldgier schädigten und umbrächten.

 

13.02.2013

Familienzusammenführung

Im Rahmen der Familienzusammenführung wandert Iryna nach Deutschland ein. Sie verpflichtet sich zu den amtlich vorgeschriebenen Integrationsmaßnahmen und erhält u.a. eine Residenzkarte, ein Bankkonto und eine Krankenversicherung.

Mit schriftlicher Zustimmung von Vater und Mutter nimmt Emil als deutscher Staatsbürger seinen festen Wohnsitz in Haar im Landkreis München.

Seine ersten Entdeckungstouren im Kinderwagen führen ihn durchs schöne Oberbayern.

 

2012

24.12.2012

Erste Kinder-Weihnacht

Frohe Weihnachten, kleiner Mann ! Noch immer ist Emil in Kiew, weil Iryna die Ausreise der beiden nach Deutschland verzögert.

Trotzdem ist Emils Außenwirkung beträchtlich: Auch aus fernen deutschen Landen und aus Anatols nicht-familiärem Umfeld treffen die schönsten handgemachten Weihnachtsgeschenke ein.

 

12.07.2012

Emils Geburt

Emil kommt als gemeinsames Kind von Iryna und Anatol zur Welt. Iryna hat trotz der ärmlichen Verhältnisse ein baufälliges Kiewer Stadtkrankenhaus als Geburtsort ausgewählt. Medikamente und Lebensmittel müssen mitgebracht werden, und es ist eine üppige "Patronage"-Gebühr für die Geburtsärztin fällig.

Familienrecht hin, Völkerrecht her ... Was Anatol noch nicht - und Iryna umso besser - weiß: Durch diesen wesentlichen geographischen Umstand werden die ukrainischen Behörden Emil stets als rein einheimisches Kind ansehen.

Damit ist die erste Weiche für das sich anbahnende Drama gestellt.

 

01.05.2012

Hochzeit

Nachwuchs ist unterwegs ! Nach mehreren "Alltags-Praktika" in Deutschland und monatelangem bürokratischen Hindernislauf heiraten Iryna und Anatol in Kiew.

Vor der Hochzeit haben sich die beiden für München als gemeinsamen Lebensmittelpunkt entschieden.

 

2011

17.04.2011

Auf dem Küstenweg zum Lebensweg

Ihre tagelange Wanderschaft auf dem Lykischen Küstenweg zwischen Antalya und Marmaris hat Iryna und Anatol fest zusammengebracht.

Es ist der Auftakt zu einer bewegten Beziehungszeit - mit viel Pendelei zwischen Deutschland und der Ukraine und Behinderungen durch das strenge Schengen-Visaregime.

 

2010

01.05.2010

Sanfte Anfänge

Iryna und Anatol begegnen sich zum ersten Mal - als Wanderer in Krimgebirge östlich von Jalta.

Was sie auf Anhieb verbindet: Liebe zur Natur, Reiselust und Sinn für Familie.

 
Copyright © 2015 - 2017 Anatol Jung, Daniel Wischnewski. Übersetzung ins Ukrainische: Ruslana Radchuk.
Recht herzlichen Dank an netzhaus AG aus Potsdam für die technische Unterstützung.
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